Am 12. Januar 1729 besuchte Christian, Herzog von Sachsen-Weissenfels, Leipzig. Er war ein hochgestellter Adliger, der ein Mäzen der Künste war, und Bach hatte bereits 1713 für ihn Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd!, BWV 208a, geschrieben. Als Huldigung für diesen Besuch schrieb und führte er an jenem Tag die Kantate O angenehme Melodei, BWV 210a, auf.
Die Kantate wurde Teil seines Repertoires von Glückwunsch- und Huldigungskantaten, die mindestens zweimal verschiedenen Personen und Anlässen gewidmet wurden. Bach nutzte sie als Grundlage für seine Hochzeitskantate O holder Tag, erwünschte Zeit, BWV 210.
Der größte Teil der Musik dieser Kantate des Tages ging verloren, kann aber aus dem später entstandenen Werk rekonstruiert werden, das vollständig erhalten ist – was der Musikhistoriker Alexander Grychtolik gelang. Wir haben ihm dafür zu danken, wenn wir dieses Werk anhören.