Trinitatis IX ist der 9. Sonntag nach Trinitatis. Drei Kantaten für diesen Tag aus dem ersten, zweiten und dritten jährlichen Kantaten-Zyklus, den Bach begann, als er zum Thomaskantor in Leipzig ernannt wurde.
Den Anfang macht Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht, BWV 105, basierend auf der Parabel vom ungerechten Verwalter. Das aufwändige Libretto stammt von einem unbekannten Dichter, doch dieser inspirierte Bach sicherlich, eine seiner komplexesten Kantaten zu schreiben, ein wahres Meisterwerk.
Was frag ich nach der Welt, BWV 94, ist eine Choralkantate aus dem zweiten Zyklus, basierend auf einer Hymne von Balthasar Kindermann (1636-1706).
Am ersten Sonntag nach Pfingsten 1725 war Bach genau zwei Jahre Thomaskantor, eine Zeit, in der er mindestens eine neue Kantate pro Woche schrieb. Nach diesen zwei Jahren und zwei kompletten Zyklen beschließt er, ein wenig zu verlangsamen. Die folgenden 8 Sonntage führt er Kantaten von Georg Philipp Telemann auf. Am neunten Sonntag, Trinitatis IX, schreibt er wieder ein Originalwerk: Tue Rechnung! Donnerwort, BWV 168, basierend auf einem Libretto seines geliebten Weimarer Dichters, des Hofbibliothekars Salomon Franck.