Am zweiten Weihnachtstag präsentiert Bach vier Leipziger Kantaten.
Darzu ist erschienen der Sohn Gottes, BWV 40, wurde 1723 komponiert, Bachs erstes Jahr in Leipzig, aufgeführt in beiden Hauptkirchen, der Thomaskirche und Nikolaikirche.
Christum wir sollen loben schon, BWV 121, entstand ein Jahr später 1724, basierend auf einer Hymne von Martin Luther. Die Anfangstakte klingen wie ein viel älteres Motett, was Bachs Hommage an die Zeit und den Klang der ursprünglichen Hymne ist.
Selig ist der Mann, BWV 57, stammt aus dem Jahr darauf, 1725, hat aber nicht die Lesungen für den zweiten Weihnachtstag als Thema - sie ehrt den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer der Christenheit, dessen Namenstag auf den 26. Dezember fällt.
Und es waren Hirten in derselben Gegend, BWV 248, ist die zweite Kantate aus dem Weihnachtsoratorium (1734). Die erste Kantate (für Weihnachtstag) beschrieb die Geburt Jesu, das Libretto dieser zweiten Kantate behandelt die Verkündigung an die Hirten.