Der 31. Oktober ist Reformationstag und erinnert daran, dass Martin Luther an diesem Tag im Jahr 1517 angeblich (dies ist umstritten) seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Kirchentür der Schlosskirche in Wittenberg nagelte und damit die protestantische Reformation auslöste. Es ist verständlicherweise ein wichtiger protestantischer und calvinistischer Feiertag.
Der Reformationstag wurde selbstverständlich auch in Leipzig gefeiert, daher schuf Bach drei sehr schöne Kantaten für diesen Tag. Gott der Herr ist Sonn und Schild, BWV 79, geschrieben 1725, war die erste Kantate, die er für diesen Tag komponierte. Ein feste Burg ist unser Gott, BWV 80, ist eine Überarbeitung einer verlorenen Weimarer Kantate, Alles, was von Gott geboren, BWV 80a.
Gelobet sei der Herr, mein Gott, BWV 129, wurde ursprünglich zum Trinitatisfest geschrieben (Uraufführung am 8. Juni 1727), wurde aber später mit großer Wahrscheinlichkeit auch am Reformationstag aufgeführt – der Text wurde als für diesen Tag ebenfalls geeignet befunden.