Im Jahr 1713 war Bach Hoforganist in Weimar und begleitete seinen Arbeitgeber, Wilhelm Ernst, Herzog von Sachsen-Weimar, zu den Feierlichkeiten zum 31. Geburtstag des benachbarten Herrschers Christian, Herzog von Sachsen-Weißenfels, der ein begeisterter Jäger war.
Nach einer ausgedehnten Jagdpartie führte Bach diese Kantate am Abend desselben Tages als Geburtstagsgeschenk seines Arbeitgebers auf. Es ist Bachs älteste bekannte weltliche Kantate.
1725 komponierte Bach erneut eine Geburtstagskantate für den Herzog, obwohl dieser dann nicht mehr sein Patron war. Diese Kantate, Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen, BWV 249a, ist auch unter dem Namen „Hirten-Kantate" bekannt. Die ursprüngliche Musik ist verloren gegangen, aber der Text von Picander ist erhalten geblieben. Die Kantate konnte rekonstruiert werden, weil Bach diese Musik für sein Oster-Oratorium, BWV 249, wiederverwendete, das gute einen Monat später, am 1. April 1725, erstmals aufgeführt wurde.
Die erste Rekonstruktion wurde in den sechziger Jahren von Friedrich Smend und Hermann Keller durchgeführt, was zur ersten Aufnahme durch Helmut Rilling und das Bach-Collegium Stuttgart 1967 führte. Ich habe mich aber für die neuere Aufnahme von Alexander Grychtolik entschieden.
Derselbe Herzog von Sachsen-Weißenfels besuchte Leipzig viele Jahre später, am 12. Januar 1729, und Bach schrieb als Huldigung die Kantate O angenehme Melodei, BWV 210a.